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Nackthunde

Viele Menschen reagieren ablehnend auf "Nackthunde". Dabei ist der Charakter dieser Tiere einzigartig, fast schon "menschlich". Sie sind ruhig, anschmiegsam, sehr menschenbezogen, ausgeglichen und außerordentlich fröhlich! Das äußere Erscheinungsbild ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber Menschen haben ja auch kein Fell und entsprechen sicherlich auch nicht gleich auf den ersten Blick dem Schönheitsideal vieler anderer Säugetiere. Außerdem hat das fehlende Fell auch viele Vorteile. Die Pflege wird bedeutend einfacher und Parasitenbefall findet so gut wie gar nicht statt. Die Haut ist warm und weich und läd zum Streicheln ein, was die Schmusenackthunde stundenlang gern über sich ergehen lassen. Im Bett, welches sie liebend gern mit ihrem Besitzer teilen, wärmen sie wie eine Wärmflasche!
Nackthunde gibt es schon seit vielen tausend Jahren. Die meisten Menschen kennen nur die Chinese Crested Dogs, die Xoloitzcuintle und die Peruanischen Nackthunde. Dabei gibt es ca. 30 verschiedene Nackthunderassen, die durch Mutationen entstanden sind und sich nur dort weiter entwickeln konnten, wo es die Umweltbedingungen zuließen. Schon die Azteken züchteten Nackthunde als Begleiter und als Nahrungsquelle. Die Hündinnen wurden zur Zucht eingesetzt, die Rüden oft kastriert und zur späteren Fleischverwertung gemästet. Heutezutage werden Nackthunde in Südamerika zu Therapiezwecken, z.B. bei Rheuma, eingesetzt. Nackthunde zeichnen sich durch ihr anschmiegsames Wesen (fast schon "menschlich") und ihre Pflegeleichtheit aus. Für Tierhaarallergiker sind Nackthunde, (wenn sie das als Hauptallergen angesehene Protein Canf1 nicht besitzen!), oft die einzige Möglichkeit, das wunderbare Leben mit einem Hund kennen zu lernen. Dabei sind sie nicht empfindlicher als Hunde mit Fell, denn auch viele behaarte Rassen haben kein Unterfell und müssen gegen zu starke Kälte geschützt werden. Wer einmal Kontakt zu Nackhunden hatte, wird ihren tollen Charakter nicht so schnell vergessen und findet sie meist dann doch "schön", (wenn oftmals auch erst auf den zweiten Blick!). Außerdem ist anzumerken, dass der Mensch durch Mutation und Evolution auch sein Fell verloren hat, (wie übrigens viele andere Säugetiere auch!). Der Nackhund ist also KEIN Produkt skrupelloser Züchter, sondern ein Produkt der (erfolgreichen!) Evolution!